Als ich geistig behindert genannt wurde – Der Ich-Erzähler wacht auf und ist „geistig behindert“. Er schildert, wie er sich, wie er die anderen, wie er seine Welt wahrnimmt. Seine Erkenntnisse helfen ihm nicht. Er kann sich aus dem melancholischen Monolog nicht befreien. Er bleibt ungehört. Stumm. Allein.

Tommi – Der Ich-Erzähler trifft Tommi an einem Berliner Späti. Sie unterhalten sich angeregt. Doch es wird schnell deutlich, dass es Unterschiede gibt. Tommi ist „behindert“ und hält sich für minderwertig. Er bringt dem Ich-Erzähler eine seltsame Dankbarkeit entgegen, weil dieser sich mit ihm unterhält, ihm freundlich zuhört. Der Ich-Erzähler erkennt, dass es zwischen ihm und Tommi eine unsichtbare Mauer gibt, die nicht einfach so, mit einem guten Gespräch, überwunden werden kann. Sie leben in unterschiedlichen Welten, in soziologischen Galaxien, die Lichtjahre voneinander entfernt liegen.   

Rüggel – Ein Mitarbeiter der Wohneinrichtung erzählt vom demütigen Rüggel, dessen unterwürfiges Verhalten ihn zu „originellen“ pädagogischen Maßnahmen inspiriert, bis die Grenze zur Gewalt überschritten wird und letztlich verschwimmt.

Markus – Markus muss in seiner Wohngruppe Gewalt anwenden. Er erträgt die Sticheleien seiner Mitbewohner nicht mehr. Die Kälte von Tanja, seiner Betreuerin, die ihn für ein unveränderbares Übel hält, gibt ihm den Rest. Ein Sturm aus Wut und Verzweiflung bricht aus.

Was ist die [INST]? – Die [INST] – ein literarischer Platzhalter für den Begriff der Komplexeinrichtung – und ihre unterschiedlichen Aspekte werden näher beschrieben. Es handelt sich dabei um eine literarische Reflexion über einen komplizierten Sozialraum, der von unterschiedlichen Interessen, Denkgewohnheiten, Erwartungen und Perspektiven geprägt ist.